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v. 3. Februar 2012
Benötigt man die 5-fache Menge von (teuren) Medizin-Studienplätzen?
("Bei uns kommen auf jeden Medizin-Studienplatz 5 Bewerber.") Hier geht es um Lebensschicksale von zig-tausenden Abiturienten - von Bürgern. Bei derart existentiellen Problemen sind primitive Wahrheitsverstöße nicht entschuldbar. Ein zuständiger Amtsinhaber, der ernsthaft (und nicht zur Meinungsverfälschung) so argumentiert wie zuvor angedeutet, verdient er die Entlassungspapiere wegen erwiesener intellektueller Überforderung? - Wer bewusst zum Zweck der Meinungsverfälschung so argumentieren würde, würde er die Entlassungspapiere verdienen wegen vorsätzlicher Falschaussage? Leider können die Journalisten nicht investigativ allen vorsätzlichen Unsinn entlarven, der ihnen so tagtäglich von Lobbies aufgetischt wird. Auch staatliche Stellen sind eine Lobby: Die Lobby der Bürokratie-Besitzenden und der Regulierungsmacht Besitzenden. Bei der letzteren Gruppe ist die Lobby-Aufgabe, die Interessen der Ausüber des menschlichen Machttriebes zu fördern. Und also geistert das absurde Argument durch die Diskussion, man könne schließlich nicht die Zahl der Medizin Studenplätze verfünffachen: Schließlich koste das den Steuerzahler etwa 1 Million Euro für je 6 zusätzliche Studienlätze der Medizin. Mit dem total verkehrten Argument, aber durch seine Primitivität überzeugend, verfolgt der listige Lobbyist natürlich eine Absicht. Denn natürlich folgert der redliche, aber nicht spezialisierte Journalist sodann selber die insoweit natürlich zutreffende Wahrheit: Eine Verfünffachung ist finanziell unzumutbar und zur Sache unerwünscht. Natürlich - kein Vernünfiger könnte die 5-fache Anzahl von Medizinern wünschen. Also am besten weitermachen mit den NC-Auswahl-Missständen - wie bisher? - Womit der staatliche Dienststellen- Lobbyist oder wer auch immer seinen Zweck erreicht hat: Die Medien machen keine Kampagne gegen die Misstände rings um das Verfahren bei hochschulstart.de - (früher: ZVS), weil die Journalisten mehrheitlich eine Lösung des Missstandes für unmöglich halten. Hier die reine Wahrheit zum hypothetischen Studienplatz-Bedarf, sofern man allen Bewerbern den Zugang ermöglichen wollte:
Das NC-System unter Koordinierung seitens hochschulstart.de - (früher: ZVS) sieht vor, dass alle Bewerber ohne noten-optimales Abitur rund 6 bis 7 Jahre zu jedem Semester neu Bewerbungen einzureichen haben. Dies führt bei den Wartenden zu 11_? bis 15_? Bewerbungen, bis sie schließlich aus der alljährlichen Bewerberschlange verschwinden. Anmerkung: Also knapp 7 Jahre Wartezeit bis zum Studienstart... Ein 3-faches Bravo sei an die hierfür verantwortlichen Bürokratien gerichtet. Dies ist eine absolute Meisterleistung von Bürokratie-Wahnwitz. Diese Meisterleistung demonstriert die tiefe Verachtung der kollektiven Bürokratien für die Bürger-Menschen. Hinzu kommen je nach Erfassungsweise ferner Bewerbungen zum Losverfahren der Universitäten. Diese sind nicht auf eingetragene Wartezeit-Studenten beschränkt. Alle Abiturienten - alte, neue - können sich für Zahn- und Humanmedizin jedes Semester wieder in der gesamten Republik zur Teilnahme anmelden. Wie dies die Statistiken aufblähen kann, ist an Verlautbarungen über Bewerberzahlen ablesbar. Beschränken wir uns hier nun auf die überschneidungsfreie Kernmenge der offiziellen und eingetragenen Wartezeit-Studenten für Humanmedizin (analog gilt es für Zahnmedizin). Das führt endlich zu klaren Zahlen - nämlich: Bei RICHTIGER Rechnung liegt der zur Zeit rein statistisch rechenbare Bedarf an weiteren Studienpätzen nicht bei rund 400 Prozent, sondern nur bei rund 30 Prozent der bereits existierenden Studienplätze. (Jedes Semester hat einen Überhang von 400 %. 400 % dividiert durch 13 Semester - macht rund 30 Prozent.) Eine rein rechnerische Alternativ-Prognose wird der Komplexheit des Problems des mehrheitlichen Abiturientenverhaltens allerdings nicht gerecht.
Bei der Suche nach Lösungen muss man sicherlich eine Übergangsperiode ausgestalten, um den aufgestauten Bedarf abzubauen - also die Folgen der staatlichen Falschverwaltung. Im übrigen aber wird es leichter als befürchtet. Es wäre beispielsweise zunächst zu fragen, wie viele derjenigen mit Abitur-Bestnoten nur deshalb Medizin studieren, weil sie sich durch ihr Privileg geehrt fühlen. Ein Blick auf die durchaus ansehnliche Abbrecherquote von bestbenoteten Abiturienten beim Medizinstudium liefert einen Teil der Antwort. Man beachte beispielsweise eine wohl vorliegende merkliche Abbrecherquote der Abitur-Besten schon allein wegen der fehlenden Grundeignung; primitiv gesprochen, "ich kann kein Blut sehen". Wer dies nicht vorher ausloten muss, ist wiederum selber Opfer eines ihn nur scheinbar privilegierenden Systems. Denn "Abbrechen" heißt: Lebenszeit, Zukunftseinkommen, Ansehen verlieren - und besonders schmerzlich die Folgewirkungen bei der Studienfinanzierung. Es wäre des weiteren zu fragen, wie viele der anderen Abiturienten zusätzlich Medizin studieren wollen würden, sofern der Zugang uneingeschränkt wäre. Die richtige Antwort zu allen diesen Fragen ergibt sich aus der Analyse der Statistik der Quereinsteiger (Erfolge, Misserfolge, Abbrecher), Hierfür bestehen interessante statistische Korrelationen. Diese sind hier in ausreichender Form verfügbar. Aus diesen könnten für die Politik der Zugangs-Selektion sehr viel intelligentere Verfahren abgeleitet werden. Auf das überraschende Ergebnis sei vorgegriffen: Weitere Medizinstudienplätze sind im Prinzip nicht nötig, sobald Selektion, Verteilung und Ablauf optimiert werden. Allerdings sind komplexe Übergangslösungen nötig, um den in Jahrzehnten aufgebauten Wartestau abzubauen und um Quereinsteiger zu integrieren. Ein Sonderproblem ist, dass durch das verzerrende staatliche Zuteilungssystem der letzten Jahrzehnte viele sich zur Eintragung als Wartezeit-Bewerber etnschlossen haben, die unter geeigneteren Rahmenbedingungen vermutlich ein anderes Fach gewählt hätten. Wegen der fortgeschrittenen inneren wie auch tatsächlichen Fixierung auf den Studienwunsch Medizin - mit Praktika, Sanitäter-Ausbildungen und anderem - kann man diesen Wartenden nicht nachträglich abraten. Die vielleicht bei vielen ursprünglich fehlende optimale Eignung für ein Medizin- Studium sofort nach dem Abitur wurde nun einmal im Rahmen des Wartens schließlich doch allmählich herbeigeführt. Die Modellierbarkeit des Abiturienten für andere Studiengänge ging weitgehend verloren, und wegen des Zeitablaufes fehlt es auch ab Jahr 2 bis 3 an Zumutbarkeit. Das ist ein Problem, dem sich die Schuldigen - also alle Koordinatoren dieser Zuteilungsbürokratie - zu stellen haben. Ohne Übergangslösung für diese Fallgruppe geht es nicht. Analog sind komplexe Übergangslösungen für Quereinsteiger nötig, um auch hier den Überhang abzubauen.
Quereinsteiger der Medizinfächer: Üblich ist ein Studium von naturwissenschaftlichen Fächern mit weicherem NC, um so die nötigen ersten anerkennungs- geeigneten Nachweise gemäß Approbationsordnung zu erwerben (so im Fall der Humanmedizin). Es bestehen einige Varianten, die von diesem Schema des Vollstudiums etwas abweichen. Sodann kann die aussichtsreichere Bewerbung in ein höheres Fachsemester der Medizin erfolgen. Dies wird von den Universitäten unmittelbar verwaltet. Es entfällt das Warteverfahren von hochschulstart.de - (früher: ZVS). Zwar muss durch den Quereinsteiger dann oft oder meistens der Studienplatz erklagt werden. Aber dies gelingt einstweilen wohl noch mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100% schon im ersten Anlauf, sofern es von einem darauf spezialisierten Anwaltlich richtig gestaltet wird. (Nicht zu verwechseln mit dem Einklagen in das erste Semester. Insoweit bestehen End-Wahrscheinlichkeiten - nach eventuellem Revisionsverfahren durch die Universität - von vielleicht nur 20% Erfolg. Möglicherweise etwas besser, möglicherweise etwas schlechter. Das Fehlen klarer Zahlen ergibt sich aus dem Variantenreichtum des Vorgehens bei Klagen zum ersten Semester.) Quereinsteiger - man kann nicht anders als sie bewundern, jedenfalls, die diesen mühsamen Weg bis zum Ziel durchhalten. Die Zahl ist statistisch nicht erfasst, ist aber auch nicht klar definierbar. Ausgehend von verschiedenen Anhaltspunkten wird vermutet, dass die Zahl der Quereinsteiger allein für Humanmedizin zwischen 4000 und 8000 liegt. Ständig wachsen von unten neue Abiturienten hinein in dies Modell, während oben ständig die einen das Medizinstudium erreichen, die anderen schließlich aufgeben. Es bestehen Anhaltspunkte dafür, dass etwa 30 % das Ziel erreichen. Bei Abiturienten mit erkennbar guten Voraussetzungen und guter Strategieberatung liegen die Erfolgsquoten wohl um 70 %. Über die Bewährung der Quereinsteiger bei Studium oder Beruf liegen keine Negativinformationen von. Auch Quereinsteiger müssen im Fall der Abschaffung des hochschulstart.de - (früher: ZVS) -NC-Verfahrens also eine Übergangsreglung erhalten. Ihnen allen ist der Weg zur Bewährung für ein Medizinstudium zu öffnen. Der Status des Quereinsteigers ist - überraschenderweise - durch den Quereinsteiger recht glaubwürdig beweisbar. Zwar "tarnt" er sich oft aus taktischen Gründen. Aber es liegen praktisch immer einige ganz bestimmte Anomalien im Verhalten vor, verglichen mit dem "echten" Studenten des Umwegfaches. Benötigt Deutschland mehr Ärzte? NC abschaffen durch mehr Studienplätze?
Es gibt Gründe, anzunehmen, dass eine einfache Freigabe des Zuganges zum Medizinstudium die falsche Lösung wäre. Die häufige Behauptung, Deutschland würde mehr Mediziner benötigen, kann schwerlich aufrecht erhalten werden. Deutschland benötigt vor allem einen Abbau der kollektiv weit verbreiteten Hypochondrie. In erster Linie kausal ist dafür die scheinbare "Kostenlosigkeit" der Leistungen der Krankenversicherung - sowohl GKV wie auch PKV. Deutschland benötigt ferner - wie überhaupt weltweit nötig - eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Anpassung der Verhaltensmuster (Ernährung, Bewegung) an generell anerkannte Regeln und Empfehlungen. An diese halten sich je nach Sichtweise wohl nur rund 20 % der Bürger. Die Wartezimmer der Allgemeinärzte zeigen überwiegend die anderen 80 %. Nötig ist auch, dass Journalisten eine Gegeninformation erhalten zur ständig auf sie einhämmernden Marketing-Macht der Gesundheitsindustrie. Medien-Berichterstattung trägt gegenwärtig entgegen der eigenen journalistischen Absichten bei zur Verbreitung von verdeckten Marketing-Botschaften der Pharma-industrie und der sonstigen Gesundheitsbringer- Industrie. Dies ist kein Bagatellproblem. Dies steigert die Gesundheitsausgaben beträchtlich. Schlussfolgerung: Deutschland benötigt wohl eher weniger Ärzte als bisher, diese aber von Bürokratie entlastet, dementsprechend mit höherem Einkommens-Niveau der unteren Einkommensgruppen der Ärzte. Dann wird vielleicht auch manch ein Arzt sich entschließen, wieder Patienten zu dienen, der einstweilen vor dem Bürokraten- uind Marketing-Wahnwitz kapitulierte. Ärzte sollen neben dem Geldverdienen auch genügend Zeit haben zur Fortbildung - und zwar eine solche ohne korruptionsähnliche Modelle für bestimmte Angebote der Gesundheitsindustrie. Wie bei Rechtsanwälten und den Psychologie-Professionen am klarsten zu beobachten, so gilt es auch für Humanmedizin und Zahnmedizin: Je mehr Mediziner existieren, desto behandlungsbedürftiger wird die Menschheit... Anders gesagt, jede akademische Profession besitzt genügend kollektive Intelligenz, den Bedarf ihrer Leistungen so weit zu steigern, wie es nötig ist zur Sicherung der Existzenzgrundlage der meisten konkurrenzfährigen Mitglieder der Profession. Wie kann man Verzicht auf den Medizin-NC fordern und gleichzeitig diese ernüchternde Bilanz darstellen? - Ein Verzicht auf eine Begrenzung der Studierenden der Medizin ist nach jetzigem Stand unvermeidbar. Es geht also nur um das Wie. Es ist zu verlangen, dass diese Begrenzung in einer völlig anderen Weise konzipiert ist, weil gegenwärtig ganz einfach in Rechtswidrigkeit abgeglitten. Wer unbedingt Arzt werden will und in der Summe sich bei Studium und Berufsausübung voll bewähren dürfte, darf auf keinen Fall mit Blick auf den Notendurchschnitt daran gehindert werden. Auf keinen Fall darf der Staat einen wesentlichen Teil des volkswirtschaftlichen "Humankapitals" (hier prositiv gemeint) durch eine Superbürokratie der Wartsesemester blockieren. Dies ist einer der verschiedenen ruinösen Effekte in Richtung auf den sich für später bereits abzeichnenden deutschen finanziellen Staatsruin. Wenn der Steuerzahler in Abiturienten "viel Geld investiert" hat, so ist es eine Unverfrorenheit einer arroganten Staatsbürokratie, diese Abiturienten sodann für rund 15 % der späteren aktiven Berufsdauer am Arbeiten zu hindern. Dies System muss weg. Das ist keine Frage, sondern zwingend - auch rechtlich gesehen. Die einzige Frage darf sein, wie man es richtiger machen kann. Benötigt Deutschland mehr Ärzte, weil bald 20 bis 30 % in den Ruhestand gehen?
Über solche Argumente in Kurzfassung können in statistischer Methodik erfahrene Volkswirte nur schmunzeln.... Es ist ein Klassiker der Fehlinterpretation von Statistik... Denn IMMER werden in einigen Jahren 20 bis 30 % der Ärzte in den Ruhestand gehten. Das ist schlicht und einfach der übliche Lauf der Dinge in Sachen Demographie. Das Arztstudium ist ein langes. Nach Zwischenstationen ist der Arzt schließlich im Alter von 35 bis 40 Jahren, wenn er seinen eigentlichen Platz erreicht hat, beispielsweise eine Arztpraxis übernommen hat. Dies führt zu einer statistischen Verteilung, bei der immer 20 bis 30 % der aktiven Ärzte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen werden. Im Hinblick auf die Flexibilität des Ruhestandsalters verschwimmen endgültig die Konturen einer solchen Prognose. Hier einige Gesichtspunkte für eine nötige vertiefte statistische Analyse: Das Argument der Ruhestands-Problematik sollte allerings nicht ohne nähere Prüfung verworfen werden. Erst durch diese Analyse kann es möglicherweise stichhaltig werden. - Zu prüfende Gesichtspunkte: (1) Die Zahl der Absolventen eines Medizinstudiums blieb in etwa konstant. (2) Für Nebenlaufgaben der Bedarfsabdeckung ist ein Zuwachs gegeben durch die Biologie (nun für die wissenschaftlich orientierte Laufbahn) und durch medizinnahe Ausbildungen (Heilpraktiker, Pflegeberufe). (3) Es wird gelegentlich behauptet, ein hoher Prozentsatz - vielleicht 30 Prozent - der ausgebildeten Mediziner praktiziere nicht als Arzt. Es müsste analysiert werden, ob es stimmt und wie dieser Prozentsatz sich im jahrzehntelangen Zeitablauf entwickelte. Es wäre ferner zu sichten, welche mittleren statistischen Wahrheiten hinter dieser Aussage bestehen. Soweit diese Mediziner im wissenschaftlichen Bereich arbeiten, wäre es ja positiv interpretierbar als Innovationsbeitrag für eine effizientere Medizin der Zukunft. Dies könnte für den Medizinerbedarf kompensatorisch entlastend wirken. Medizin-NC und die "Naturgesetze" des Bürokratie- Fortbestandes.
Es sei erinnert an die Anordnung des Wegfalls der Lebensmittelmarken in Deutschland in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Lebensmittel, die vorher wegen Falschverteilung nicht für alle reichten, waren plötzlich ausreichend verfügbar. Märkte von existentiellem Grundbedarf - so auch das Wunschstudium - können bei einer relativ geringen Unterdeckung einfach durch intelligentere Verfahren zur Ausgewogenheit geführt werden. Wo immer der Staat zuteilt, ist er überfordert und produziert oft künstlich - eigentlich gar nicht vorhandene - Knappheiten. Denn staatliche Zuteilung führt zur Bildung einer Zusatznachfrage derjenigen, die nur wegen der angeblichen Knappheit zu Nachfragern werden. Die einen einst horteten Lebensmittel als Vorsorge gegen zukünftige Not. Die anderen heute horten als Abitur-Beste, weil sie sich geschmeichelt fühlen durch ihr Privileg, vorab und erst einmal im Geist einen Medizinstudienplatz als Vorsorge für zukünftigen Eventualbedarf. Da ein Privileg ja wohl kostbarer sein müsse als die Studienplätze für jedermann, transformiert bei vielen die Planung sich schrittweise zum realen Wunschstudium. Eine tiefere Bindung zu diesem Berufsbild ist sicherlich nicht notendurchschnitt- korreliert. Der kumulierte Wert solcher umgesetzten Hortung - Hortung so komplex verankert wie beschrieben - dürfte einen wesentlichen Teil des aufgestauten Problems verursacht haben. Die einmal entstandenen zahlenmäßigen Ungleichgewichte, weil nicht durch intelligenz-basierte Gegensteuerung frühzeitig absorbiert, wandeln sich sodann zum ernährenden Selbstzweck der Bürokratie, die die letztlich selbst erzeugte Knappheit verwaltet. Sodann wirkt das ungeschriebene Naturgesetz des menschlichen Hierarchie- Dauerklebers: Jede "von der Allgemeinheit finanzierte Institution" - jede "Bürokratie" - ist eine überstarke Lobby für die Sicherung ihres Fortbestandes...
Der "Dauerkleber"-Effekt ist bedingt wie folgt: Alle Bearbeiter der Institution kleben (natürlich und nicht vorwerfbar) an ihren Arbeitsplätzen. Sie wollen keinen Wechsel. - Und so verewigt sich dann eben der Medizin- Studienplatz-NC - ähnlich wie ALG2, Hartz IV, der SOFFIN-Fonds zur Bankenrettung, die staatlichen Förderbanken usw.usw. - obgleich sie allesamt überflüssig sind, wenn man intelligentere Konzepte gestalten würde. Dies Daurkleber- Naturgesetz gilt nur für künstlich zu Lasten der Allgemeinheit privilegierte Institutionen. Eine voll privatwirtschaftliche Unternehmung wird bei solcher Fehlentwicklung alsbald durch den Konkursrichter liquidiert. Sobald der Staat künstlich privilegierte Privatunternehmen schafft - Beispiel Verpackungs-Abgaben, GEZ-Abgaben, IHKs, Förderbanken - , unterliegen auch private oder nur halbstaatliche menschliche Hierarchien diesem Naturgesetz.
Generell gilt: Die Anwendung alternativer Methoden durch Selbststeuerung auf der Grundlage von objektivierbaren leistungsbasierten Elemente - also OHNE eine bestimmte bereits bestehende Zuteilungs- Bürokratie - ist bei Zuteilproblemen ein Tabu. Denn alle zur Reform berufenen anderen Bürokratien fühlen sich solidarisch mit dem Fortdauer-Anspruch der an sich überflüssigen anderen Bürokratien. Keine Bürokratie hackt der anderen die Augen aus. Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu (in menschlichen Hierarchien die faktisch privilegierte Alternative an Stelle des Kant'schen Imperativs). Wer innerhalb der hierarchischen Systeme trotzdem nötige Abschafftungen zu betreiben risikiert, risikiert seine eigene Abschaffung. Ein paar verkehrte Spesenbelege gibt es schließlich bei jedem zu finden, und irgendwann hat sich jeder Bedienstete einmal zu rasch ins Restaurant einladen lassen oder hat beim Fahrtenbuch des Dienstwagens eine Privatnutzung "vergessen". Schließlich ist sogar eine Institution für die Abschaffung von Bürokratie darauf angewiesen, dass nicht effizient abgeschaft wird - denn dann würde sie sich ja am Ende selber abschaffen. Erstaunlicherweise wächst die Bürokratie denn auch meistens in etwa proportional zum Wachstum der staatlichen Institutionen zu ihrer Abschaffung. Politiker, Organisationen, Institutionen, die konkrete Vorschläge für deutlich bessere Alternativen suchen? Ein Vorschlag für verfügbare fachkundige Beratung zu diesem komplexen Problem ist eingefügt auf der Seite: » Studienplatz Mediz: Protest-Info EN DE FR Oder einfach ein erster E-Mail-Kontakt an ok @ aha7.com (wird weitergeleitet an den Koordinator dieser Aktion AHA7 NC KILLER)
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Es fehlen Landärzte? Schon wieder eine verkehrt gesehene Problematik. Die Regulierung der ärztlichen Tarife liegt fest in der Hand von großstädtischen Organisationen, Mitgliedern und Behörden. Hier geht es in verdeckter Form um einen gruppeninternen Interessenkonflikt zwischen Großstädtern und Nicht-Großstädtern. Viele Lebenshaltungskosten und Ausgaben liegen in Großstädten niedriger als in Nicht-Großstädten. Dies hat natürliche Ursachen in der räumlichen Ordnung der Wirtschaft. Auch die ärztliche Versorgung kann in vielen Bereichen von dieser Problematik betroffen sein. Die Tatsache eines Mangels an Bereitschaft zum Landarzt belegt, dass die gegenwärtige Tarifierung diesen Gesichtspunkten nicht in ausreichender Weise Rechnung trägt. Man kann dies auf keinen Fall reduzieren auf die irrationale Vorliebe der Studien-Absolventen für Großsstädte. Sofern eine solche Vorliebe feststellbar ist, so ist sie allein durch ihre Existenz als rational belegt. Sofern beispielsweise der Konsumwert des großstädtischen Lebens im statistischen Mittel als höherwertig angesehen werden sollte, so wäre dies ökonomisch als ein nicht ausgewiesenes Zusatzeinkommen in die Erwägungen einzubeziehen; oder umgekehrt wäre es bei Nicht-Großstädtern unter den Ärzten als ein Mindereinkommen zu werten. Die tatsächlichen Zusammenhänge dürften deutlich komplexer sein. Die vorstehenden Zeilen sollten nur die Richtung der Problemlösung aufweisen. Der Interessenkonflikt zuungunsten der Landärzte ist vermutlich dadurch zu beheben, daß die von Großstädtern dominierte Tarifbildung den Landärzten eine ausgewogenere Mehrvergütung für ihre Sonderlasten zubilligt. Damit wäre das offenkundige Mengenproblem wohl steuerbar. Allerdings muss eine Analyse vorbehalten bleiben, ob diese Sichtweise die richtigste ist. Erst wenn das Mengenproblem eine Lösung gefunden hat, können häufig diskutierte Anreiz-Lösungen hinzu treten, um akute Probleme fall- oder regionenweise zu lösen. Eine bessere Honoriereng der Sonderlasten von Landärzten bedeutet keineswegs, dass ihre Klientel für die Krankenkassen teurer ist als eine großstädtische Klientel. Es ist zu vermuten und zu hoffen, dass die größere Autonomie der Landärzte auch bewirkt, dass die Mode der Übermedikamentierung bei ihnen weniger verbreitet ist. Statistiken in diesem Sinn wurden für diese Erstmeinung nicht zugrunde gelegt. Dies wäre also noch zu überprüfen. Jedenfalls sind statistisch relevante Unterschied zu vermuten. Ein wichtiger Aspekt ist die generationenübergreifende Bindung des Arztberufes. Die Warteschlange des Medizinstudiums besteht zu einem wesentlichen Teil - wohl sogar überwiegend - aus dem Nachwuchs von Inhabern einer ärztlichen Praxis. Zwar deklarieren die Eltern auf Befragen so gut wie immer, die Weitergabe der Praxis sei natürlich nicht Teil der Motivation. Würden jedoch diese Bewerber zielstrebig studieren können, so ergäbe sich genau dies letztlich wohl sehr oft. Oder auch, diese neuen Ärzte würden häufiger in der Nähe des elterlichen Umfeldes eine eigene Praxis bilden. Nach hier bestender oberflächtlicher Meinungsbildung ist die generationenübergreifende Weitergabe des Berufswunsches stark überproportional vertreten in nicht-großstädtischen Arzt-Familien. Dies könnte erklärbare Gründe haben (Soziologie, Psychologie). Diese Vermutung bedarf allerdings einer objektiven Überprüfung. Es genügt im ersten Schritt, die Adressen der Klägerlisten der Studienplatzklagen für Medizin abzugleichen mit der Häufigkeitsverteilung der Bürgerverteilung. Die gefühlsmäßige vorstehende Erstmeinung ergibt sich durch einen derartigen Vergleich, aber nur im Augenschein-Effekt. Eine mehrjährige dubletten-bereinigte Auswertung von Klägerlisten nach Postleitraum ist für den Autor dieser Zeilen einsehbar. Diese Liste wäre mit demografischen Mittelwerten zu vergleichen. Möglichweise finden wir auf diesem Weg eine teilweise Lösung des Landarzt-Problems. Zu fragen ist des weiteren, ob die gegenwärtige Zuteilungs-Bewirtschaftung des ärztlichen Angebotes zu "sozialistisch" ist (richtiger gesagt, Ausformung des Sozialismus-Zweiges "korporativer Sozialismus"). Dies ist eine komplexe Problematik, die hier nicht näher erörtert werden soll. Jedenfalls hat der Staat keinen Grund, sich über Störungsprobleme von Marktfunktionen zu beklagen (Landarzt-Mangel), wenn eben dieser Staat eben diese Störung des Marktes dergestalt vor-reguliert hat. Das Bestreben, die strandende Global-Regulierung durch noch mehr Detail-Regulierung zu heilen, endet so wie gegenwärtig überhaupt das Gesundheitswesen: Sozialismus nicht weit von DDR-Manier, versteckt hinter einer privatwirtschaftlichen Formal-Fassade, stabilisiert durch das allseitige Lobby-Interesse, zum Zweck der Erhaltung der Lobby-Macht im sehr mängelreichen status quo zu verbleiben. Wieviel kostet ein Medizin-Studienplatz den Steuerzahler: 180 000 Euro?
Ziffern in dieser Größenordnung wurden gelegentlich genannt. Es ist gut denkbar, dass diese Größenordnung zutrifft. Allerdings müsste das Ermittlungsverfahrn kritisch durchleuchtet werden. Derartige Berechnungen sind extrem komplex. Denn sie müssen alle Kollateraleffekte einbeziehen - und diese sind gewöhnlich in der Zahlentechnik von Buchhaltungen nicht abgebildet. Geht man von im Mittel 6 nicht-produktiven Studienjahren aus, so wären es immerhin 30 000 Euro pro Jahr und Student, die die Medizineraussbildung kosten soll. Da im Mittel nur rund 9 Monate im Jahr volle Belastung der Universitäten anfällt, ergäbe das nach etwas Umrechnung über 3000 Euro pro Student und Monat. Das wirkt auf den ersten Blick übersetzt kalkuliert, zumal in den ersten Semestern für Übungsscheine und ähnliches derartige pro-Student-Kosten kaum in Betracht gezogen werden können. Jedoch soll die Schätzung von insgesamt 180 000 Euro hier nicht in Frage gestellt werden. Zweifel könnten nur durch eine sorgfältige Analyse der Berechnungsmethoden objektiviert werden. Wieviel kostet ein auf einen Medizin-Studienplatz Wartender den deutschen Steuerzahler: 200 000 Euro?
Abiturienten, die 5 bis 6 Jahre auf den Studienplatz warten müssen, werden in dieser Zeit überwiegend wenig steuerliches Einkommen haben. Mehrheitlich werden sie ein sichtbarer oder unsichtbarer Kostenfaktor auch der Sozialsysteme sein. Per Saldo sei der Verlust des deutschen Abgabenzahlers mit grob 5 000 pro Jahr für Wartezeit-Studenten kalkuliert: Macht rund 25 000 pro Wartefall. Abiturienten werden in dieser Zeit oft um gering qualifizierte Arbeitsplätze konkurrieren und hierdurch die Arbeitslosigkeit des Niedriglohnsektors erhöhen und vor allem beitragen zur Mehrung der "lebenslang dauerhaft" Arbeitslosen. Dieser Effekt ist komplex und schwer bezifferbar. Sehr unter Vorbehalt sei die Belastung der Abgabenzahler aus derartiger "Verdrängungs- Arbeitslosigkeit" mit etwa 15 000 Euro pro Jahr angesetzt: Die Domino-Effekt- Arbeitslosigketi anderer, wenn Wartezeit-Studenten beispielsweise die Jahre auch mit Mini-Jobs überbrücken. Diese Beträge sind Bagatelle in Relation zum Hauptschaden: Der Abiturient wird rund 5 bis 6 Jahre später Arzt, hat demnach vermutlich eine um rund 5 Jahre verkürzte Berufstätigkeit - trotz identisch teurer Ausbildungs-Investition. Der mittlere jährliche Beitrag eines Arztes zu den Abgabenkassen kann mit rund 3000 Euro pro Monat geschätzt werden. Die Abgabenlast liegt in Deutschland bei richtiger Rechnung bei etwa 60 bis 70 % des Arbeits-Mehrwertes (zu dem auch die Arbeitgeberbeiträge rechnen, ferner verschiedene Formen von Umsatzsteuer im Einnahmen- und im Ausgaben-Sektor). Nach Berücksichtigung einige Korrektorfaktoren (plus/minus) des Kalkuls ergibt sich in recht grober Schätzung: Die Verordnung von Wartesemestern kostet den deutschen Steuerzahler pro Jahr Wartezeit rund 40 000 Euro aus zuküntigem Abgaben-Ausfall. Das ergibt rund 200 000 Euro Schaden pro Warte-Abiturient für den deutschen Steuerzahler. Ob man diese Belastung auf den Jetztzeitpunkt kapitalisieren muss? - Der Jetzt-Wert wäre sodann deutlich niedriger. Für derartige Details genügt allerdings nicht der Genauigkeitsgrad der vorstehenden Grobschätzung. Gesamtergebnis der (verbesserungsbedürftigen) Grobschätzung: Rund 200 000 Euro Verlust entstehen dem deutschen Steuerzahler und Abgabenzahler pro Warte-Student der Medizin, weil der Staat bisher nicht intelligent genug war, ein besseres System zu entwickeln. Politiker, Organisationen, Institutionen, die konkrete Vorschläge für deutlich bessere Alternativen suchen? Ein Vorschlag für verfügbare fachkundige Beratung zu diesem komplexen Problem ist eingefügt auf der Seite: » Studienplatz Mediz: Protest-Info EN DE FR Wieviel kostet die Wartezeit für einen Medizin-Studienplatz den Studenten und seine Eltern: 230 000 Euro?
Die staatliche Bürokratie denkt egozentrisch. Die Verluste der Bürger gelten als beliebig zumutbare Opferpflicht. Der Student verliert rund 5 aktive Berufsjahre - am meist bestbezahlten Ende der beruflichen Laufbahn. Macht grob gerechnet 200 000 Euro Zukunftsverlust. Die Eltern müssen meist während der Wartezeit die entstehenden Zusatzlasten teilweise oder vollständig tragen. Vorab als Anhaltspunkt: Ein Langzeit-Arbeitsloser kostet den deutschen Abgabenzahler bei richtiger Rechnung rund 1 200 Euro im Monat (Summe der offenen und verdeckten Transferleistungen seitens der Leistenden im Land.) Die mittlere zusätzliche Jahresbelastung der Eltern von Wartezeit-Abiturienten sei mit der Hälfte hiervon vermutet und geschätzt, also etwa 30 000 Euro für 5 Jahre Wartezeit. Politiker, Organisationen, Institutionen, die konkrete Vorschläge für deutlich bessere Alternativen suchen? Ein Vorschlag für verfügbare fachkundige Beratung zu diesem komplexen Problem ist eingefügt auf der Seite: » Studienplatz Mediz: Protest-Info EN DE FR Das jetzige NC-System der Medizin kostet in - sehr grober Schätzung - rund 400 000 Euro pro Abiturient in der Warteschleife.
Diese Belastung trifft den Studenten (und seine Eltern) und den deutschen Abgabenzahler je zur Hälfte. Kausal ist das zu geringe Intelligenzniveu des seit Jahrzehnten praktizierten NC-Verfahrens. Man könnte einwenden: Der Staat hat kein Geld für mehr Medizin-Studienplätze. Die Frage ist, ob überhaupt eine Vermehrung der Studienplätze nötig ist. Ein Sinken der Abbrecherquote durch intelligentere Selektionskonzepte könnte das Problem ohne Mehrkosten vermutlich ausreichend lösen. Man könnte einwenden: Die Auswahlverfahren der Universitäten hätten das Problems längst richtig gelöst. Dies ist zutreffend für die Verwaltungsbürokratie der Auswahlverfahren: Die dort Tätigen haben ihr legitimes Arbeitsplatz- und Einkommens-Anliegen richtig gelöst und sind sicherlich überwiegend und engagiert bemüht. Es genügt sodann, die - stark divergierenden - Auswahlkriterien der Hochschulen im Detail kritisch zu sichten, um zu erkennen: Nein, das Problem selbst ist nicht ausreichend gelöst (wenn auch durchaus ein wenig vermindert). Soweit das Hochschul-Lehrpersonal für die Auswahl je nach Verfahren Zeit abzweigen muss, kommt diese Problematik noch hinzu. Soweit die Universitäten - überwiegend - die ungewichtete Abitur-Notenziffer zugrunde legen, darf dies wohl ganz einfach als verfassungswidrig angesehen werden. Was verfassungswidrig ist, hat nicht das Recht, sich als zufriedenstellende Lösung zu deklarieren. Politiker, Organisationen, Institutionen, die konkrete Vorschläge für deutlich bessere Alternativen suchen? Ein Vorschlag für verfügbare fachkundige Beratung zu diesem komplexen Problem ist eingefügt auf der Seite: » Studienplatz Mediz: Protest-Info EN DE FR Oder einfach ein erster E-Mail-Kontakt an ok @ aha7.com (wird weitergeleitet an den Koordinator dieser Aktion AHA7 NC KILLER)
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Software test / new features: --- test 250 --- aha7.com = duplicate link (both: new tab) --- test 630 (image named "ytbridg")--- MOVE IMG: with mouse: drag&drop RESIZE: key SHIFT + mouse: _A_ switch 2 images _B_ sw. 2 im.
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